Futter Beratung

Futtermittel

Fertigfutter

Es ist gesetzlich geregelt, dass ein als Alleinfuttermittel deklariertes Futter ein Tier über einen langen Zeitraum bedarfsgerecht ernähren muss. Das betrifft sowohl Feuchtfutter, als auch Trockenfutter. Ein Ergänzungsfuttermittel hingegen kann einen bestimmten Mehrbedarf ausgleichen, darf jedoch nicht als alleiniges Futtermittel gefüttert werden, da es so zu Mangelerscheinungen kommen kann. Ernährungsphysiologisch ist man also, ohne sich viele Gedanken machen zu müssen, auf er sicheren Seite, wenn man sein Tier hauptsächlich mit einem Alleinfuttermittel versorgt.Trotzdem gibt es natürlich auch Unterschiede zwischen den verschieden Alleinfuttermitteln. So sollte man z.B. ein zuckerfreies Futter wählen und bei Katzen auf einen möglichst hohen Fleischgehalt achten. Katzen sollten, sofern es von ihnen akzeptiert wird, mit Feuchtfutter ernährt werden.

B.A.R.F.

BARF bedeutet sein Tier mit rohem Fleisch, Knochen und Gemüse, Früchten und Beeren zu füttern. Die Bedeutung des Akronyms "BARF" wird ganz unterschiedlich ausgelegt. Zunächst als "Born-Again Raw Feeders" in Amerika. Mittlerweile steht es inzwischen aber im Englischen für "Bones And Raw Food" oder "Biologically Appropriate Raw Food" und im Deutschen für "Biologisches Artgerechtes Rohes Futter". Wenn man sich für diese Fütterungsform entscheidet, ist es wichtig, dass man sich sehr intensiv mit der Thematik vertraut machen muss, um Fehl- und Mangelernährungen zu verhindern. "BARFen" ist quasi eine Wissenschaft für sich. Selbst bei der Durchführung durch sachkundige Personen kommt es so deutlich häufiger zu Mangelzuständen, als bei einer Ernährung durch ein Alleinfuttermittel. Jährliche Blutuntersuchungen sind empfehlenswert, um Defizite rechtzeitig zu erkennen. Wissen sollte man z.B. auch, dass das Fressen von Schlund mit anhängenden Resten der Schilddrüse zu künstlich herbeigeführten Schilddrüsenüberfunktionen führen kann. Schwere Verstopfungen können durch die Aufnahme zu vieler Knochen entstehen. Nicht zu vergessen ist, dass Hunde an Erkrankungen wie Salmonellose, die über rohes Fleisch übertragen werden, nicht in jedem Fall erkranken, diese aber über längere Zeiträume unerkannt ausscheiden können und dann eine Infektionsquelle für die Menschen in der Umgebung darstellen.


Kochen

Es gilt grundsätzlich wie beim BARFen, dass man sich auskennen muss, damit es langfristig keine Probleme gibt. Es reicht nicht aus, nur irgendein Fleisch zu braten oder zu kochen und Kartroffeln, Reis, Nudeln oder Gemüse dazuzugeben.

Spezielle Diäten

 

- bei Übergewicht

Um Übergewicht bei Hund und Katze erfolgreich zu reduzieren, stehen von verschiedenen Herstellern spezielle Diätfuttermittel zur Verfügung. Diese zeichnen sich aus durch einen reduzierten Fettgehalt, einen hohen Rohfasergehalt, leicht verdauliche Eiweiße und ausreichend Vitamine. Ein individuell erstellter Diätplan erhöht die Erfolge.


- bei organischen Erkrankungen

Auch einige Krankheiten können bedingen, dass das Tier mit einem speziellen Futter ernährt werden sollte oder Futterzusatzstoffe braucht. Die Spezialdiäten oder Zusatzstoffe entlasten erkrankte Organe oder unterstützen den Körper mit bestimmten Nährstoffen. Zu den Krankheiten, die erhöhte Anforderungen an die Fütterung der Tiere stellen, gehören z.B. Nierenerkrankungen, Diabetes, Blasenerkrankungen, Herzerkrankungen und Erkrankungen von Gelenken.